Gott und Mensch

(Ein Projekt von VDM e.V.)

Erfasse uns, oh Fasten!

Wie viele von uns können sich noch vor dem Tumult des Lebens schützen? Unser Verstand ist zerstreut. Unsere Gedanken sind zerstreut. Unsere Emotionen sind zerstreut. Das Schlimmste: Unser Leben ist zerstreut.
Wir verlieren unsere innere Vollkommenheit. Das heisst, wir verlieren uns selbst. Wenn dies geschieht, kann der Mensch den Menschen, das Leben und die Dinge in seiner Vollkommenheit weder erkennen, erforschen, wahrnehmen, noch verstehen. Wir verlieren aus den Augen, dass ein Teil ein Teil ist, aber denken, es sei ein Ganzes.
Angenommen, das Teil ist das Ganze, dann ist sowohl dem Ganzen als auch dem Teil gegenüber unrecht getan. Denn wir erwarten vom Teil, dass er die Rolle des Ganzen übernimmt. Dieser Verantwortung ist ein Teil nicht gewachsen. Im Endeffekt verlieren wir die unzertrennliche Beziehung zwischen einem Teil und dem Ganzen völlig aus den Augen. Wir zerstören die vorhandende Beziehung durch unsere verwirrte und verwirrende Vorstellung. Würden wir das Teil als Teil ansehen, so würden wir nicht mehr darunter leiden, uns an die Unmöglichkeit festzuhalten, das Teil sei das Ganze, sondern die Faszination des Ganzen erkennen.Wir verstünden dann endlich, dass das “Schlechte” im Teil im Ganzen betrachtet “gut” ist.
Wir würden begreifen, dass das aus der Vollkommenheit des Ganzen resultiert, was sich als Zerfall am Teil bemerkbar macht.
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