Gott und Mensch

(Ein Projekt von VDM e.V.)

Die Religion ist mit Rücksicht für den Menschen gemacht.
Nicht Gott ist es, der Vorteile durch einen Gottesdienst zieht, sondern der
Mensch selbst. Der Mensch ist der Bedürftige und Gott Derjenige, der diesen
Bedarf stillt. Die Beziehung Allah und Mensch trägt die Gewissheit in sich, Allah
durch den Gottesdienst näher zu kommen. Das bezeichnet man als „taqwa“,
die Frömmigkeit.

Die Feststellung des Sprachwissenschaftlers Izutsu, sowie die Ansichten von
zeitgenössischen Gelehrten wie Muhammad Asad und Fazlur Rahman bringen
es nahe, diesen Begriff „taqwa“ auch als das „islamische
Verantwortungsbewusstsein“ zu begreifen.

Dies ist wie eine Himmelfahrt. Jede Himmelfahrt ist das Werk einer Erhebung,
sprich, des Anstiegs und Erreichen des Höchstmaßes. Durch Gottesdienste
betritt das Bewusstsein die Sphäre des Menschendaseins. Dieses Betreten in
jene Sphäre lässt Allah (t) nicht unbeantwortet. Dem sich Ihm so
zuwendenden Diener begegnet Er mit Seiner Macht und schenkt Ihm von
seiner Gnade.
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