Gott und Mensch

(Ein Projekt von VDM e.V.)

Hadsch 2006 - Erlebnisse einer Pilgerin

Ich beschreibe hier meine persönlichen Erfahrungen, Eindrücke und Gedanken. Andere Pilger haben sicherlich teils andere Erfahrungen gemacht oder beurteilen das Erlebte in ganz anderer Weise.
Lange Zeit war ich unschlüssig gewesen, ob ich mich überhaupt für diese Pilgerfahrt anmelden sollte. Bin ich denn wirklich bereit dafür? Würde ich alles richtig machen? Sollte ich danach dann das Kopftuch tragen? Wäre es nicht besser, noch einige Jahre zu warten? Eine meiner insgeheim größten Sorgen war aber die, dass ich die vorgeschriebenen Pflichten ausführen, mich das alles aber innerlich nicht berühren würde. Ich hatte Angst, wieder zurückzukommen und sagen zu müssen: „Ja, ich war dort, aber ich habe nichts dabei empfunden.” Als erst im Erwachsenenalter zum Islam Konvertierte, bin ich aufgewachsen ohne Erzählungen von heimgekehrten Pilgern oder ansprechenden Fernsehberichten und einer damit geweckten Sehnsucht, Orte wie Mekka, Medina und Arafat selbst auch zu besuchen. Die immer wiederkehrenden Meldungen von schrecklichen Unfällen und die Bilder von dem Gedränge der Menschenmassen haben mich zusätzlich abgeschreckt. Sicher, die Hadsch zählt zu den Pflichten eines Muslims, aber ich hatte eigentlich nicht vor, in absehbarer Zeit diese Reise zu unternehmen. Als sich mir nun ohne mein Zutun die Gelegenheit bot, an der Pilgerfahrt teilzunehmen, zögerte ich darum zunächst. Schließlich überlegte ich mir: Jetzt kann ich die Hadsch machen. Wer weiß, was nächstes oder übernächstes Jahr sein wird? Also habe ich mich doch angemeldet und ich habe es nicht bereut.
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Ich finde es toll, Auto zu fahren. Warum?

Weil es mir so viel über das Leben erzählt. Fahren ist eine Angelegenheit von Herz und Verstand.

Ich habe ein lockeres Verhältnis zu meinem Fahrlehrer. Ein ganz gewitzter Mensch, der es weiss, situationsgerecht zu handeln und anzuleiten.
Er spricht und schweigt, legt manchmal Gedichte und die dümmsten Eselsbrücken ein.
Erinnert mich immer mal daran, dass ich mein Lächeln im Gesicht brauche. Bringt mich immer wieder zum Lachen. Sie -es hilft tatsächlich- es holt einen kurz vorm Absacken aus der Patsche. Ich muss sagen, er bereitet mich sehr gut auf die Prüfung vor.
Im Auto spricht mich das Leben also auf ganz besondere Art und Weise an.

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