Frau Mann ist eine Person schon fast unbeschreiblich. Weswegen beschreibe ich sie dann noch? Aber Frau Mann, sie ist, sie ist einfach mal da gewesen.
Gesehen hatte ich sie ein letztes Mal im Park. Frau Mann geht gerne in den Park, vor allem wenn die Sonne scheint oder auch nicht scheint, na ja, sie geht nun mal gerne in den Park. Dort sieht man sie aber nicht, selbst Hunde schnüffeln sie nicht, die fröhlich froh in jede Ecke pinkeln, weil Frau Mann ein alter Frau ist, also alt ist. Sie hat ganz hängende Haut, einen hängenden, dicken Mund und keine Farben mehr in den Augen. Sie sind nicht weiß, die Augen, ich weiß selbst nicht, wie ich es sagen soll, aber ihre Augen sind farblos, nur noch eine dünne Schicht von Augapfel, man kann in die Augenhöhlen blicken und ihre Adern sehen, die noch leicht angepumpt werden und gerade mal schweres, dickes, dunkles Blut durch die Bahnen pressen. Es sieht so aus, als hätte sie nun mal keine Augen und würde sie deswegen geschlossen halten, aber auch nur dann, wenn es unnötig gewesen wäre, sie aufzuhalten, da ihre Augenlider zu schwer erscheinen, um sie permanent auf- und zu zuschlagen.. Aber es ist auch so schwer zu sagen, ob sie überhaupt noch etwas sehen könne, denn man sieht ja nichts, ob sie sehen kann oder nicht, also ob sie Augen hat oder nicht.
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