Gott und Mensch

(Ein Projekt von VDM e.V.)

Ich fliege mit Lichtgeschwindigkeit auf Gleisen, blicke hinunter und sehe auf dem glänzenden Stahl mein Antlitz.

Ein Blick über meine Schulter in slow motion verrät mir, dass meine mass customized Apokalypse dicht hinter mir ist.

Allein beim Aussprechen seines Namens dürste ich nach der großen Begegnung, nach der Begegnung fern von Raum und Zeit.

Malakul Maut ist derjenige, der dir ins Gesicht schaut, während er dir die Seele raubt, eigentlich nicht beraubt, weil doch Allah ihm dies erlaubt. Trotz dieser Sehnsucht habe ich Angst bekommen, welche mir die Sehnsucht hat genommen.

Also tauche ich in die Schiene ein und fliege in die Materie von Edelstein hinein. Nun frage ich mich wohin diese Schiene führt und wann Malakul Maut mich endlich berührt.

Am Ende der Schiene steht seine prachtvolle Gestalt und nichts außer Allah gibt mir in diesem Moment einen Halt.

Ein Automatismus bedingt durch meinen Lifestyle wird aktiviert und die Worte „La ilaha illallah“ werden durch meine Zunge rezitiert.

Mein Körper vibriert, vibriert und vibriert und wird von Malakul Maut endlich ins Jenseits navigiert.

Von Dschunaid Salam, 25.04.2009, 18:48:50 Uhr, Diesseits

 
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Ich öffne die Tür und setze mich ans Steuer. Man ist das kalt. Huhaa! Ich stecke den Schlüssel rein und drehe ihn 20 Grad nach rechts. Die Anzeigetafel leuchtet blau und die Messzeiger richten sich auf. Ich muss zu Kareem. Er braucht meine Hilfe. Seitdem er arbeitslos ist, sieht er so ziemlich alles negativ und es bahnt sich seine Depression bei ihm an.

Ich fahre meinen Wagen langsam aus der Parklücke heraus. Ich höre das Knartschen der Autoreifen auf dem unberührten Schnee, der den Parkplatz bedeckt. Alles ist so weiß. Ich fahre los. Die Autobahn ist leer, kein Wunder es ist Sonntagnacht. Keiner außer mir ist so verrückt und fährt bei diesem starken Schneefall. Die Schneeflocken sind groß. So groß, wie die Gläser einer Nickelbrille, wie die von John Lennon.

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