Hatem Shurrab ist Mitarbeiter von Islamic Relief in Gaza. In diesem
Tagebucheintrag beschreibt er die gemischten Gefühle der Bevölkerung im
Gazastreifen während des heiligen Monats Ramadan, nur acht Monate nach
dem letzten Konflikt.
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Hatem Shurrab ist Mitarbeiter von Islamic Relief in Gaza. In diesem Tagebucheintrag beschreibt er die gemischten Gefühle der Bevölkerung im Gazastreifen während des heiligen Monats Ramadan, nur acht Monate nach dem letzten Konflikt.
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Nach Sonnenuntergang versammeln sich die Kinder auf den Straßen und halten kleine fanos”-symbolische Lichter- oder entzünden manchmal auch Feuerwerkskörper. Sie sind so glücklich, genießen das Vorbeischlendern an Geschäften auf den vollen Märkten, auch wenn nur wenige Eltern ihnen dort etwas kaufen können.
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Hatem Shurrab ist Mitarbeiter von Islamic Relief in Gaza. In diesem Tagebucheintrag beschreibt er die gemischten Gefühle der Bevölkerung im Gazastreifen während des heiligen Monats Ramadan, nur acht Monate nach dem letzten Konflikt.
Ramadan ist in diesem Jahr anders. Jedes Jahr wird die Armut schlimmer, aber in diesem Ramadan leiden zudem viele hunderte Familien unter dem Verlust geliebter Angehöriger oder Freunde. Wenn sie gemeinsam am Tisch sitzen, um ihr Fasten zu brechen, sind ihre Gedanken bei denjenigen, die in diesem Jahr nicht mehr bei ihnen sind. Mütter haben ihre Söhne und Töchter verloren; viele Kinder ihre Väter.
Jeden Tag nach der Arbeit gehe ich nach Hause und helfe meiner Familie das Essen für den Abend vorzubereiten. Für mich ist Ramadan die einzige Zeit, in der ich gemeinsam mit meiner Familie essen kann. Am Abend besuchen und grüßen wir unsere Verwandten und Freunde. Meine Nachbarn sind zwar Christen, aber sie kommen häufig zu uns hinüber, um mit uns das Fasten zu brechen. Ramadan vereint uns alle.
Unser Islamic Relief Mitarbeiter Hatim Schurab berichtet uns regelmäßig von der Lage in Gaza.
Donnerstag, 12.02.2009
Seit sieben Wochen nahm ich das erste Mal einen Tag frei und verbrachte die meiste Zeit schlafend. Ich nahm mir Zeit und dachte über Gaza und die Menschen hier während des Krieges nach. Ja, die Angriffe sind vorbei, doch die Angst, es könnte weitergehen, bleibt.
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Unser Islamic Relief Mitarbeiter Hatim Schurab berichtet uns regelmäßig von der Lage in Gaza.
Montag, 02.02.2009
Entwicklungshelfer haben ihre eigenen Geschichten über die Geschehnisse in Gaza zu berichten. Gaza ist auch ihre Heimat und sie müssen ebenfalls den Verlust von Familienangehörigen und die Zerstörung ihrer Häuser verkraften. Dennoch sind sie stark und helfen anderen.
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Unser Islamic Relief Mitarbeiter Hatim Schurab berichtet uns regelmäßig von der Lage in Gaza.
Freitag, 30.01.2009
Islamic Relief verteilt die nötigsten Dinge, die die Menschen zum Überleben brauchen Lebensmittel, Medikamente und Decken. Die Leute sind glücklich, wenn sie die Hilfspakete entgegennehmen, doch wir können ihnen nicht ihre Lieben zurückbringen ich wünschte, wir könnten.
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Unser Islamic Relief Mitarbeiter Hatim Schurab berichtet uns regelmäßig von der Lage in Gaza.
Mittwoch, 28.01.2009
Gestern fuhr ich das erste Mal in das Gebiet Samuni im Bezirk Saitun in Gaza-Stadt. Ich hatte von der schweren Zerstörung gehört. Islamic Relief verteilt dort Nahrungsmittel, Decken und Hygieneartikel.
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Der Islamic Relief Mitarbeiter Hatim Schurab berichtet uns täglich von der Lage in Gaza.
Dienstag, 06.01.2009
Ein Team von Islamic Relief besuchte eine der UN Schulen, welche als Notunterkunft für Familien umgebaut wurde, die vor den Bombardierungen geflohen sind. Die Menschen, die ich dort traf befanden sich genau in der Feuerlinie und mussten ihre Häuser verlassen. Ich war überrascht, so viele Frauen und Kinder in der Schule zu sehen – und besorgt.
Unser Islamic Relief Team entschied sich, den Menschen hier Nahrungsmittel zu bringen, wir haben keine andere Wahl – egal wie gefährlich die Situation auch ist.
Unser Islamic Relief Mitarbeiter Hatim Schurab berichtet uns regelmäßig von der Lage in Gaza.
Sonntag, 04.01.2009
Der Moment, den wir alle fürchteten, ist gekommen – Bodentruppen in Gaza. Zum ersten Mal musste ich mich mit meiner Familie im Keller vor den Bomben und den Schüssen verstecken. Es ist schlimmer als der Luftangriff – alles ist so nah.
Islamic Relief Worldwide wollte heute Hilfsgüter ausliefern, doch die Situation auf den Straßen von Gaza ist zu gefährlich. Stattdessen bereiteten wir Hilfslieferungen für die Krankenhäuser vor.



