Gott und Mensch

(Ein Projekt von VDM e.V.)

“Mir vergeht das Lachen” ist genau der richtige Ausdruck für das, was ich beim Gedanken an das Feiern empfinde. Die Leichtigkeit des Feierns weckt in mir den Gedanken, dass etliche Unstimmigkeiten und Grausamkeiten auf der Welt herrschen. “Diese Gelächter bedeuten nur ein stillschweigendes Weinen”, erklärt der Dichter Seyrani. Oder wie ein anderer sufistischer Dichter, an dessen Namen ich mich nicht mehr erinnern kann, sagt:” Man glaubt, dass mich meine Freude zum Tanzen bringt. Doch kreise ich abermals um mich herum und beklage mich dabei doch nur im tiefsten Inneren bei meinem Liebsten.”

Zu solch einer Zeit ist es wahrhaftig nicht leicht, einen Artikel über das Fest zu schreiben. Das Wimmern der Worte kann leider nicht durch künstliche Lacheffekte übertönt werden. Die Zeit ändert sich, aber mein Traum von jenem Fest bleibt der gleiche.

Ich träume von einem Fest: An dem wir als ganze Menschheit, mit einer aufrechten Haltung leben. An dem unsere Freude nicht im Keim erstickt wird. An dem keine Schreckensnachrichten unsere Stimmung trüben.
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