Gott und Mensch

(Ein Projekt von VDM e.V.)

Dies ist die kleine Geschichte von und über Olja, einer liebreizenden Person, sehr liebreizend, ja, ja, sehr liebreizend sogar, ehrlich, ich meins ernst.
Olja, eine bemerkenswerte, unglaubliche Person, gewitzt, nett, eben Olja. Und wenn sie Einen anblicken sollte, dann wird man sehr schnell verlegen.
Nun gut, ich will jetzt erzählen wollen, was ich erzählen will:
Noch gerade eben habe ich Dürrenmatts Panne gelesen, die ersten paar Seiten eben - amüsant, amüsant, nicht schlecht, nicht schlecht, gefällt mir -, aber trotzdem drohen mir beim längeren Lesespaß die Augen einzuschlafen, weil ich in der Tat müde bin.
Nun gut, und nachdem ich kurz bei meinen Schwestern war und erneut die mühsamen Treppen erklommen bin oder besser gesagt, mühsam die Treppen erklommen bin, fiel mir ein, dass ich doch selbst noch eine kurze, kleine, auf Wahrem basierende Kurzgeschichte aufschreiben wollte.
Doch nun bin ich, warum auch immer, zu erhitz ud treffä di Taten necht mer richti. Dennoch, obwohl dieser Tag so manch heruntergekommenen, depressiven Menschen vor meine Nase warf, so war ich doch im Großen und Ganzen, so wie immer, gut und bei guter Laune gewesen.

 
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Es gibt nur einen Weg, der raus aus dem Leben führt..
In einem Koranvers wird uns versprochen, dass jedes Lebewesen den Tod kosten wird.

Nun, wir leben in einer Welt, in der gerne Tod und Krankheit verschwiegen - todgeschwiegen wird.
Obwohl es eine feststehende Wahrheit, eines der wenigen Dinge ist, die mit aller Wahrscheinlichkeit eintreffen werden. Daran ist nichts zu rütteln. Es gibt keinen Ausweg.

Wenn wir nicht darüber sprechen, ändert es nichts an der Tatsache, dass es den Tod gibt. Das er jeden einholt.
Der Tod fragt nicht nach, ob man jung, reich, schön, klein, dick oder nicht ist. Er kommt.
Der Tod ist eines der wenigen Dinge, die für tatsächlich jeden da ist..
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Dann, kein halbes Jahr später, ging das eine Blattwerk ein. Das machte mich höchst traurig. Ich entfernte von ihr den vergammelten Strunk. Und bald darauf, keine drei Tage später, ging auch der letzte Strunk von ihr ein. Sie war gestorben. Ich fand sie in den frühen Abendstunden Tod auf in ihrer Tasse. Sie war verwelkt. Aus Trauer. Und trauernd nahm ich ihre Überreste in meine Hand und sah sie mir an. Was hatte ich bloß da falsch gemacht? War es, weil ich sie nicht genug integrieren konnte?

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Ich fiel von allen Wolken. Mein Weltbild bzw. mein Bild von den beiden bzw. meine positive Einstellung zu ihnen drohte zu kippen. Der Asylantenkaktus, ach, sollte ich ihn wirklich tatsächlich einbürgern oder doch viel lieber meiner Schwester zurückgeben? Er machte mir so viele Sorgen. Er ist auch schon wieder gewachsen und hat sich gut erholt. Und meine Schwester würde es wohl freuen, wenn der Kaktus so wohl ernährt und fit wieder zurückkäme, oder nicht? Mich störte er nicht, aber seine grundsätzliche Depression und Müdigkeit ging mir allmählich auf die Nerven. Man muss ja überhaupt sehr viel Geduld mit Pflanzen haben und die habe ich ja und will sie ja immer aufwenden für sie.

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Ich kam nach Hause. Voller Freude setzte ich die kleine, zierliche Topflanze neben die andere Topflanze hin. Und merkte. Eine unumstößliche Spannung zwischen ihnen. Ich wollte es zunächst nicht wahrhaben bzw. ich dachte, das ist so normal und verständlich. Die kleine Pflanze ist ja neu und muss sich zunächst orientieren bzw. sich einfinden in ihr neues Zuhause bzw. die anderen Topflanzen mal näher kennenlernen. Und wenn sie sich einander vorstellten, ja dann, dachte ich mir, werden sie auch schon gut miteinander umzugehen wissen. Oder so. So dachte ich es mir und hoffte es. Alsbald steckte ich die neue, kleine und schüchterne Topflanze in eine große Tasse, denn eine andere Vase ließ sich nicht finden. Ich beobachtete sie, doch die Topflanzen ließen sich nichts anmerken.

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Ja, und dann dachte ich mir, sollte ich mir doch vielleicht noch eine dritte Topflanze kaufen. Es ist doch schön, mit anzusehen, wie die Pflanzen sich untereinander gut ver- und ertragen, wenn man sie alle gleich behandelt, mit allen samt redet und versucht, ihren Bedürfnissen entgegen zu kommen. Ich ging, diesmal ohne meine Schwester, durch eine andere große Pflanzenwelt und da sah ich sie. Meine dritte entzückende Topflanze sollte sie werden. Klein, zierlich, bescheiden. Kleine zarte, aber stark wirkende grüne Strunke ragten senkrecht hinauf. Sie war wirklich wundervoll. Ohne zu zögern griff ich nach ihr. Sie sah mich verlegen an. Ich war der Meinung, dass wir uns gut verstehen würden. Sie auch.

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Und dann, dachte ich mir, hole ich mir doch eine eigene Topflanze, denn ich wollte eine eigene großziehen. Ich hatte dieses Bedürfnis in mir. Und so kam es, dass dieses Bedürfnis in mir erneut aufstieg, als ich mit meiner Schwester in eben diesem einen großen Blumenladen war. Und so kaufte ich sie mir dann. Sie war also die zweite Pflanze in meinem Zimmer. Ich sah sie beide an. Ich stellte sie aneinander vor. Der Kaktus war älter als sie, womöglich deswegen bescheidener. Meine Topflanze war einige Wochen alt, daher wohl noch total schüchtern gewesen. Eine Eigenart von manchen Pflanzen, dachte ich mir.

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Als ich mal bei ihr im Zimmer war, gab ich ihr also den Rat, eigentlich machte ich ihr das Angebot, dass ich mich wohl um den übrig gebliebenen Kaktus kümmern könnte. Sie war sofort damit einverstanden gewesen und er kam zu mir ins Zimmer. Er durfte also ausreisen. Ich gab ihm Asyl. Widerwillig, angeschlagen und verletzt war er, als er bei mir auf die Fensterbank kam. Ich redete etwas mit ihm. Ich versuchte ihn, zu trösten, ihm die Situation meiner Schwester klar zu machen und versprach ihm, dass er, wenn er denn wollte, jederzeit wieder zurückgehen könnte. Das wollte er nicht. Dann schwieg er grimmig weiter und stach mich ab und an. Ich setzte mich wieder und wieder mit ihm zusammen, erklärte ihm alles, sprach mein Beileid aus wegen dem anderen Kaktus und versprach ihm, dass er es bei mir besser haben werde. Nach ein paar Tagen endlich ließ er sich dann doch von mir pflegen und seither wuchs er auch etwas mehr.

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Meine Topflanze, von der ich vermute, dass sie Täterin ist, war insgesamt die zweite Topflanze gewesen, die ich mir auf mein Zimmer holte. Davor nahm ich einen Kaktus auf. Dieser Kaktus ist nicht mein Eigen. Er lebte bei meiner Schwester auf dem Zimmer. Ihm ging es dort zunächst gut. Meine Schwester hatte alle möglichen Pflegeprodukte für ihre kleinen Kaktusse angeschafft. Der eine starb trotzdem und der hier überlebte. Sie konnte irgendwann, aufgrund von persönlichen Problemen, sich nicht mehr so sanft um ihre Kakteen kümmern. Die Kakteen wurden dadurch irgendwann immer aggressiver. Sie forderten natürlich ihre Rechte ein. Es mangelte ihnen an Grundversorgung und Liebe.

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1. Frage: Was ist Kunst?

1. Antwort: Kunst ist relativ!

2. Frage: Was ist der Übermensch®?

2. Antwort: Übermensch® ist der Name eines Source-Codes, den jedes Individuum in sich trägt, um ein idealer Mensch in allen Belangen zu sein. (psy. Über-Ich)

?!# Say whaat ?!#

Ergo:

Ein wahrer Künstler ist derjenige, der es auf seine eigene Art schafft, einen Übermenschen® aus sich hervor zu bringen.

Von Dschunaid Salam

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