was andere denken
entspricht nur zur hälfte der wirklichkeit
gedanken sind tief und undurchsichtig
oberflächlichkeiten führen zu irritationen
leider werden wir nie von jenen ablassen
nebensächlichkeiten werden zum mittelpunkt
die wahrheit verliert seinen wert
die zeit vergeht
alles ändert sich
doch nichts geschieht.
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laufen, einfach laufen
doch überall wände
die hindern wirklich so zu laufen, wie gewollt
zu laufen, wie gewollt
wie es die eigene art zu laufen ist
wegzulaufen, zuzulaufen, hinzulaufen, zurückzulaufen, zu entlaufen, verlaufen
die Sorge entweicht nicht, verliert sich nicht, die eine Sorge früher oder später
in so hoher geschwindigkeit
in diese sackgasse zu stolpern
die ewige sackgasse zu lang um sie zu erkennen
zu kurz um in ihr leben zu können
Sebahat

Die Geschichte um Freud und Leid ist eine ganz besondere..
Sie erinnert mich immer an das Schaukeln.. Mal am Tag und Mal in der Nacht..
Am Tag ist es ein der Sonne Entgegenschaukeln.. Man wippt zuerst hin und her, setzt dann die Beine ein, gewinnt an Schwung und irgendwann schafft man es, die Wolken zu berühren.. Wenn man besonders viel Glück hat, erreicht man die Sonne.. Sie fängt an, einen zu kitzeln. Es überkommt einen ein befreiendes Lachen und man fühlt sich so frei wie ein Vogel. Am höchsten Punkt dann plötzlich möchte man herunterspringen von seinem Thron und das Fallen geniessen
.
Stellen sie diese Frage! Oder fragen sie besser: „Was kann denn ein Mensch schon leisten?“
Jeder sollte sich selbst diese Frage stellen: „Reicht denn eine Rose aus, um den Frühling herbeizuholen?“, oder „Was kann denn ein Mensch schon leisten und verändern?“
Diejenigen, die auf die Antwort neugierig sind, sollten das Leben von Muhammad (s) betrachten, der als Segen für die ganze Menschheit entsandt wurde. Er war wie eine Rose, dessen Geruch Jahrhunderte überdauerte und selbst uns erreichte. Er wird deshalb auch „die Rose von Medina“ genannt, die mitten in der Wüste aufblühte. Eine Rose, die der zu einem Dornfeld verwandelte Welt den Frühling verkündete.
Es ist klar, eine besondere Art von „Rosenspross“, war er. Denn die Offenbarung antwortete auf die Frage: „O Allah mein Erzieher, warum hast Du ausgerechnet mich auserwählt?“, wie folgt: „Denn du hast einen überwältigenden Charakter!“ Diesen Rosenspross hat Allah auserwählt. Er wurde in den Händen Gabriels, dem Offenbarungsprojekt entsprechend, erzogen. Die Offenbarung hatte für diese Rose zwei Missionen: Bekannt machen und Errichten.
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Das Dasein ist ein zu lesendes Buch. Wenn es nicht mit diesen Augen betrachtet wird, können zwar Kenntnisse darüber gewonnen werden, aber dies ist noch keine Wissenschaft.
Das Universum wird im Arabischen „alem“ genannt, weil es Wissen thematisiert und aus derselben Wortwurzel wie „ilm“ Wissenschaft stammt. Das Universum ist das Erkennbare. Aufgrund seiner ungeheuren Vielfalt und seiner unzähligen Merkmale, die den Menschenverstand übersteigen, ist es nur Allah bekannt und dem Menschen verborgen. Diese Verborgenheit ist keine Eigenschaft des wissenschaftlich behandelten Universums. Vielmehr liegt die Quelle in der Unvollkommenheit des Menschen. Der derzeitige Stand des menschlichen Wissens erfasst nur einen Bruchteil der Welten. Alle zu erfassen, scheint auch ein unerreichbares Ziel zu sein.
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“Mir vergeht das Lachen” ist genau der richtige Ausdruck für das, was ich beim Gedanken an das Feiern empfinde. Die Leichtigkeit des Feierns weckt in mir den Gedanken, dass etliche Unstimmigkeiten und Grausamkeiten auf der Welt herrschen. “Diese Gelächter bedeuten nur ein stillschweigendes Weinen”, erklärt der Dichter Seyrani. Oder wie ein anderer sufistischer Dichter, an dessen Namen ich mich nicht mehr erinnern kann, sagt:” Man glaubt, dass mich meine Freude zum Tanzen bringt. Doch kreise ich abermals um mich herum und beklage mich dabei doch nur im tiefsten Inneren bei meinem Liebsten.”
Zu solch einer Zeit ist es wahrhaftig nicht leicht, einen Artikel über das Fest zu schreiben. Das Wimmern der Worte kann leider nicht durch künstliche Lacheffekte übertönt werden. Die Zeit ändert sich, aber mein Traum von jenem Fest bleibt der gleiche.
Ich träume von einem Fest: An dem wir als ganze Menschheit, mit einer aufrechten Haltung leben. An dem unsere Freude nicht im Keim erstickt wird. An dem keine Schreckensnachrichten unsere Stimmung trüben.
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Der Gesandte Allahs sprach einmal folgendes Bittgebet: „O Allah! Stärke Deine Religion mit einem der beiden Umar´s.“
Einer dieser beiden Umar´s war Umar ibn al-Khattab. In der Zeit der Dschahiliyya (Unwissenheit), einer Zeit der buchstäblichen „Maßlosigkeit“, war er in Mekka bekannt für seine prinzipientreue und tapfere Haltung. Dieses Ansehen verdankte er nicht seiner Stammeszugehörigkeit – sein Stamm gehörte ohnehin nicht zu den stärksten Stämmen -, sondern seiner starken Persönlichkeit.
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Solange ich denken kann, so lange beschäftige ich mich schon mit Religionswissenschaften, und solange ich denken kann, begegne ich in den Texten der Formulierung „muttefekun aleyh“ (etwas, worüber Einigkeit herrscht), und genauso häufig oder sogar noch mehr dem Ausdruck „muhtelefun fih“ (etwas, worüber keine Einigkeit herrscht). Unsere Quellen überliefern neben den Meinungen, die von der Mehrzahl der Gelehrten geteilt wurden, auch solche Ansichten, die mehrheitlich nicht geteilt wurden. Wenn Sie wüssten, mit welchem Selbstvertrauen sie dies tun!
Auf der ganzen Welt mangelt es nicht an guten Menschen, im Gegenteil: Ihre Anzahl ist nicht zu unterschätzen und bildet eine beachtliche Summe, denn der Mensch ist im Kern seines Wesens gut.
Es herrscht jedoch Mangel an „aktiv-guten“ Menschen, weil die meisten der Guten „Passiv-Gute“ sind. Die Zahl der „Aktiv-Guten“ unter den Guten ist minimal. Wir können „passiv-gute“ Menschen auch so kennzeichnen: „Menschen, die nur zu sich selbst gut sind.“ Da sie passiv sind, gilt ihre Sorge nicht der Verbreitung des Guten, und so leisten sie auch keinen Beitrag zu dessen Vermehrung.
Es ist wahr: Ein guter, aber gleichzeitig passiver Mensch ermutigt nur den schlechten, dafür aber aktiven Menschen. Das heißt also, dass durch die passiven Guten das Schlechte größeren Gewinn erzielt als das Gute. So sind sie, ohne es zu wollen, gewissermaßen ein Bonus für den Ansporn der aktiven Schlechten, denn letztendlich wird durch sie nicht so sehr das Gute, sondern eher das Schlechte vermehrt. Der beste Weg, um dem vorzubeugen, ist, den passiven Guten zu einem aktiven Guten werden zu lassen.



