Gott und Mensch

(Ein Projekt von VDM e.V.)

Ich fliege mit Lichtgeschwindigkeit auf Gleisen, blicke hinunter und sehe auf dem glänzenden Stahl mein Antlitz.

Ein Blick über meine Schulter in slow motion verrät mir, dass meine mass customized Apokalypse dicht hinter mir ist.

Allein beim Aussprechen seines Namens dürste ich nach der großen Begegnung, nach der Begegnung fern von Raum und Zeit.

Malakul Maut ist derjenige, der dir ins Gesicht schaut, während er dir die Seele raubt, eigentlich nicht beraubt, weil doch Allah ihm dies erlaubt. Trotz dieser Sehnsucht habe ich Angst bekommen, welche mir die Sehnsucht hat genommen.

Also tauche ich in die Schiene ein und fliege in die Materie von Edelstein hinein. Nun frage ich mich wohin diese Schiene führt und wann Malakul Maut mich endlich berührt.

Am Ende der Schiene steht seine prachtvolle Gestalt und nichts außer Allah gibt mir in diesem Moment einen Halt.

Ein Automatismus bedingt durch meinen Lifestyle wird aktiviert und die Worte „La ilaha illallah“ werden durch meine Zunge rezitiert.

Mein Körper vibriert, vibriert und vibriert und wird von Malakul Maut endlich ins Jenseits navigiert.

Von Dschunaid Salam, 25.04.2009, 18:48:50 Uhr, Diesseits

 
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Der Islamic Relief Mitarbeiter Hatim Schurab berichtet uns täglich von der Lage in Gaza.

Montag, 05.01.2009

Bereits den zweiten Tag konnten wir die Hilfsgüter nicht ausliefern. Die Sicherheitslage wird Stunde um Stunde schlimmer, es ist sehr schwierig draußen auf den Straßen Hilfsgüter zu verteilen.

Jeden Tag denken wir, es kann nicht schlimmer werden – doch es wird schlimmer. Ich frage Sie, können Sie sich vorstellen wie es Ihnen und ihren Lieben ginge, wenn Sie wenig Nahrungsmittel, Wasser und keinen Strom haben? Und die ganze Zeit hören Sie Explosionen – Bomben, Raketen und Feuer überall.

 
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Unser Islamic Relief Mitarbeiter Hatim Schurab berichtet uns regelmäßig von der Lage in Gaza.

Sonntag, 04.01.2009

Der Moment, den wir alle fürchteten, ist gekommen – Bodentruppen in Gaza. Zum ersten Mal musste ich mich mit meiner Familie im Keller vor den Bomben und den Schüssen verstecken. Es ist schlimmer als der Luftangriff – alles ist so nah.

Islamic Relief Worldwide wollte heute Hilfsgüter ausliefern, doch die Situation auf den Straßen von Gaza ist zu gefährlich. Stattdessen bereiteten wir Hilfslieferungen für die Krankenhäuser vor.

 
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Der Islamic Relief Mitarbeiter Hatim Schurab berichtet uns täglich von der Lage in Gaza.

Die Bodenoffensive begann und niemand weiß, was als nächstes geschehen wird. Über 50 Kinder starben in der letzten Woche in den Gefechten. Die Schulen sind geschlossen und die Schüler können ihre Prüfungen nicht ablegen.

Morgen am Sonntag planen wir, Decken und Lebensmittelpakete an drei Notunterkünfte, die in Schulen eröffnet wurden, zu verteilen. Dort wurden Familien untergebracht, die aus dem Grenzgebiet evakuiert wurden.

 
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Der Islamic Relief Mitarbeiter Hatim Schurab berichtet uns täglich von der Lage in Gaza.

Freitag, 02.01.2009

Der Beschuss geht weiter und ich hoffe, es ist bald vorbei, so dass die Menschen ihre Toten begraben können.

Es gibt gute Nachrichten. Einige Hilfslieferungen kommen von der israelischen Grenze nach Gaza, das gibt dem Islamic Relief Notfallteam wieder Energie. Wir hoffen, unsere Arbeit vor Ort ausweiten zu können und mehr Menschen in den nächsten Tagen mit Hilfsgütern zu erreichen.

 
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Der Islamic Relief Mitarbeiter Hatim Schurab berichtet uns täglich von der Lage in Gaza.

Donnerstag, 01.01.2009

Trotz der Gefahr erhöht unser Islamic Relief Team die humanitäre Hilfe – wir haben keine andere Möglichkeit. An diesem Morgen brachten wir vier Lastwagen mit Nahrungsmitteln zum Hauptkrankenhaus Shifa in Gaza. Während wir die Nahrungsmittel noch verteilten, wurden neue Verletzte ins Krankenhaus gebracht. Die Lebensmittelpakete enthalten Mehl, Reis, Bohnen, Dosenfleisch und Fisch. Islamic Relief versorgte außerdem die Lager der Krankenhäuser mit Nahrungsmitteln. Vier große Lastwagen wurden dafür beladen. Die Lebensmittel reichen zirka für einen Monat.

Vor den Bäckereien sind lange Schlangen zu sehen, die Menschen stellen sich stundenlang hin und warten, um ein bisschen Brot zu kaufen. Es ist gefährlich, denn die Bomben können jeden Augenblick einschlagen und draußen sind die Menschen völlig ungeschützt.

Gaza ist dicht besiedelt und die Wohnhäuser sind nah an die Regierungsgebäude gebaut. Wenn Bomben einschlagen, wird alles beschädigt.

 
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Der Islamic Relief Mitarbeiter Hatim Schurab berichtet uns täglich von der Lage in Gaza.

Mittwoch, 31.12.2008

Die Nahrungssicherung wird zu einem ernsthaften Problem. Erst vor zwei Wochen stellte die UNRWA die Verteilung von Lebensmitteln ein, denn Nahrungsmittel wurden knapp.

Die Lebensmittel, die von Islamic Relief, der UNO und anderen Hilfsorganisationen bereitgestellt werden, gehen langsam aus. Die Familien wissen nicht mehr, wie sie ihre Kinder ernähren sollen.

 
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Der Islamic Relief Mitarbeiter Hatim Schurab berichtet uns täglich von der Lage in Gaza.

Dienstag, 30.12.2008

Die Intensität der Bombardierung belastet mich – aber ich bin ein erwachsener Mann, wie geht es also erst den Kindern? Die Sicherheitslage verschlimmert sich. Meine Kollegen und ich gehen zum Islamic Relief Büro – mit dem Auto zu fahren ist zu unsicher. Wir rufen im Büro an, sobald wir unsere Häuser verlassen. Während des Weges zur Arbeit melden wir uns an bestimmten Punkten viermal im Büro. Sind wir im Büro angekommen, rufen wir sofort zu Hause an um unsere Familien zu beruhigen.

 
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Der Islamic Relief Mitarbeiter Hatim Schurab berichtet uns täglich von der Lage in Gaza.
Sonntag, 28.12.2008

Wir arbeiten rund um die Uhr um möglichst viele Medikamente und medizinische Güter zu den Krankenhäusern zu bringen. Wir bemühen uns, die Güter von unseren lokalen Zulieferern zu erhalten und aus unserem Lager zu nehmen. Doch wenn wir nicht bald Lieferungen von außen bekommen, werden uns unsere Vorräte ausgehen.

Gestern brachten wir fünf Lastwagen mit Hilfsgütern zum Gesundheitsministerium in Gaza, von dort wurde alles in fünf Krankenhäuser gebracht.

Wir trafen uns gerade mit der UNO und anderen Hilfsorganisationen um die Verteilung der Hilfsgüter zu koordinieren.

 
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Der Islamic Relief Mitarbeiter Hatim Schurab berichtet uns täglich von der Lage in Gaza.
Samstag, 27.12.2008

Ich lebe im Zentrum von Gaza Stadt in der Nähe eines Polizeigebäudes, welches eines der ersten Ziele war, die bombardiert wurden. Innerhalb von 30 Minuten war das Krankenhaus überfüllt mit Verletzten. Es gab keinen Platz mehr, doch es kamen immer mehr Opfer. Die Toten lagen im Krankenhausflur.

Islamic Relief bemüht sich sehr, Medikamente und medizinische Einweggegenstände zu den Krankenhäusern zu bringen. Wir sprachen mit der Leitung des Shifa Krankenhauses, welche Dinge die Ärzte jetzt benötigen. Nun liefern wir ihnen Spritzen, Schwämme, sterile Handschuhe und andere Dinge.

 
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