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Gott und Mensch » Blog Archive » Das Koranschloss

Gott und Mensch

(Ein Projekt von VDM e.V.)

Aus dem Buch vor mir baue ich mir ein Schloss. Es ist ein Schloss, wie kein König es sich je erträumen konnte. Man kann nicht erkennen, ob es nach links und rechts ein Ende hat, ebenso nach oben und unten. Vor dem Schloss tummeln sich eine Menge Menschen. Einige versuchen krampfhaft, das Schloss mit Erde zu bedecken und das mit bloßen Händen. Viele ziehen vorbei, ohne das Schloss zu bemerken.
Das Schloss hat viele Fenster aus denen Menschen herausschauen. Abgesehen davon, das einige seltsame Trachten tragen, sehen sie allesamt glücklicher aus, als die Menschen vor dem Schloss.
Ich entschließe mich durch das riesige und verschlossene Tor reinzugehen, auf welchem steht: Anno 632. Da fällt mir noch das Schloss-Schild auf: „Dieses Schloss gehört seinem edlen Besitzer. Er beschützt es, und er kennt alle Besucher, Bewohner und jene die nie Kenntnis davon nahmen. Die Bauzeit betrug 23 Jahre, doch die Vorarbeiten gehen bis auf den ersten Menschen zurück. Sein ranghöchster Architekt ist der letzte seiner Zunft.“
Ehrfürchtig klopfe ich an. Es öffnet sich das Tor. Ein Wächter steht vor mir. „Wenn du eintreten willst, dann musst du dich im Namen des Bauherrn von deinem lästigen Begleiter trennen.“ Ich schaue den Wächter ahnungslos an. Er gibt mir einen Stein und deutet auf jemanden hinter mich. Da steht doch allen ernstes eine ziemlich üble Gestalt hinter mir, von der ich keine Ahnung hatte. Sofort ziele ich auf seine Stirn. Der Stein trifft punktgenau und die hässliche Gestalt geht zu Boden. „Denk ja nicht, er ist tot. Er kommt wieder. Sei vorsichtig, dass er dich im Schloss nicht überlistet. Nun tritt ein!!!“

Vor mir erstreckt sich eine Art Foyer. Ringsum sind Räume verteilt. Es riecht so angenehm, das ich denke diesen Geruch von irgendwoher zu kennen. Doch woher bloß? Es riecht nach Leben und Tot, nach Freude und Tränen, nach Angst und Hoffnung. Es gibt viele Räume. Würde sie gerne alle zählen wollen, habe aber Angst, dass ich zu lange brauche. Deshalb schaue ich auf meine Uhr, bevor ich loszähle. Doch sie ist stehen geblieben. Scheinbar zählt hier die Zeit nicht. 1,2,3,4…114 Räume. Manche scheinen groß, manche klein. Ich entscheide mich für den Raum mit der Überschrift „Eröffnungsraum“.
Darin liegt eine Dankeskarte, ein Abrechnungsbogen, ein Wunschzettel und eine Landkarte. Allesamt kleben sie an einem riesigen Schlüssel. Ich habe schon viele Schlüssel gesehen, doch so einer ist mir noch nicht begegnet. Der dürfte auf jedes Schloss passen, weshalb ich mir den um den Hals binde. In diesem Raum gibt es viele Türen. Schließe einige auf, doch bekomme sie nicht aufgezogen, weil sie zu schwer sind.
Eine kriege ich dann gerade so auf. Aus dem Spalt dringt Wasser an meine Füße. Als ich diese nun vollends aufbekomme packt mich einer von drinnen am Arm: „Komm, wir haben keine Zeit“, sprach der Mann. Links und Rechts unseres Weges bäumen sich gewaltige Wassermaßen auf. Man brauchte nicht zu fragen, wer er ist, denn sein Stab verriet alles. Sofort finde ich mich in einer Gruppe wieder, die auf der Flucht ist. Sie sind mir auf Anhieb sympathisch, ohne dass ich einen von ihnen kennen würde. Wir werden gejagt und kommen an, die Jäger ertrinken. Außer Atem stehe ich am Strand und lausche dem Mann „Auf IHN ist Verlass, ER holt einen überall raus. Jetzt gehe durch diese Tür und du kommst zum schönsten Mann aller Zeiten“.

Es ist stockdunkel. Nur ein Lichtstrahl von Oben erreicht den Boden. Habe keine Ahnung, wo ich mich befinde. Als sich die Augen an die Dunkelheit gewöhnt haben, wird mir klar, dass es ein Kerker ist. Nun plötzlich sehe ich ihn. Die Dunkelheit konnte seiner Schönheit nichts anhaben. Aber er weint und weit hinten tut es sein Vater auch. Beide weinen. Die Tropfen bestehen aus reiner Liebe. Ich sehe beide in ferner Zukunft glücklich und vereint an einem anderen Ort. „Weint nicht, Er wird euch vereinen. Weint nicht!“, schrei ich zu ihnen. Doch sie hören nicht. Sie weinen geduldig weiter. Ihre Liebe zueinander und die Liebe des Bauherrn über beide, lassen mich ihnen anschließen. Meine Tropfen gleiten entlang am Schlüssel auf den Boden und bilden irgendwann einen Fleck… Das Wasser steigt weiter und weiter. Das können nicht mehr meine Tränen sein.
Ich drohe zu ertrinken. „Hilfe, ich ertrinke, Hilfe!“. Ein Seil erreicht mich. Es ist das Seil des Bauherrn. Sofort greife ich zu und werde wuchtig in die Höhe gerissen. Der eingesetzte Regen ist so stark, dass ich nicht weiß, wohin ich gezogen werde. Die letzten Meter schleife ich an Holz entlang und finde mich mitten unter Tieren wieder. Am anderen Ende des Seils war ein Ochse. „Wer seit ihr?“, frage ich die wenigen Menschen an Deck. „Wir sind die, die gerettet wurden , weil wir uns aufgelehnt haben. Der Rest wird gerade weggespült.“, antwortet einer von Ihnen. Ich wage einen Blick über Deck. Erschreckend! „Du bist nass“ sagt der aufsichtführende Schiffbaumeister und fährt fort „Geh durch diese Tür und trockne dich. Sie ist auf“.

Als ich dass tat, musste ich die Augen schließen vor der grellen Sonne der Wüste, die sich zudem in den unzähligen Sandkörner spiegelte. Hier ist niemand. Ich trockne schneller, als mir lieb ist. Weit und breit niemand zu sehen. Dann irgendwann fängt die Wüste an sich zu bewegen. Sie bebt. Wenig später kommen Herrscharen auf Kamelen angeritten. Ihre Gesichter verheißen nichts Gutes. Ich folge ihnen, um zu sehen, wo es hingeht. Ihre Angst kann ich förmlich schmecken. Sie treffen auf einer Stelle auf eine andere Armee, die zahlenmäßig stark unterlegen ist. Die Schlacht geht los. Es sieht vor Staub kein Auge das andere. Die kleine Truppe und ihr Anführer siegen. Ihnen wurde durch andere Soldaten geholfen, die ich zwar spürte aber nicht sehen konnte. Einer von ihnen, der Löwe wie sie ihn nannten, hatte auf meine fragenden Blicke eine Antwort: „Uns haben Lichtwesen geholfen, um den Lichtbekämpfer Herr zu werden.“ Ich werfe mich in den Wüstensand vor den Bauherrn nieder.
Als ich meinen Kopf hebe, steht vor mir eine Art Körperwaage, doch verstehe ich das Ziffernblatt nicht. Was soll bitte die Einheit „SK“ bedeuten. Ich entschließe dennoch drauf zustellen und die Waage kommt zu Wort: “Herzlich willkommen zu Ihrer persönlichen Sündenwaage. Bitte warten Sie, ich berechne, bitte warten Sie… Sie wiegen genau 700 Sündenkilo! Nach dem Kuran-Nefs-Index müssen Sie sich schnellstens von Ihrem Ballast trennen.“ Sofort fallen mir meine Sünden ein und ich zeige Reue. Meine Kilos fallen und fallen. Irgendwann schwebe ich und kann fliegen.
Ich fliege zu der Höhle der Schlafenden Freunde und gebe dem Hund einen Knochen von jenen Tieren, die bei der Schlacht gefallen sind. Im Vorbeiflug sehe ich die Mutter mit ihrem sprechenden Baby und staune über die Menschen, die nach einem Vater suchen. Dann geht es zu der Armee der Feuerwesen und zu ihrem Anführer. Sein Anblick ist so imposant, dass ich vom Himmel falle und plötzlich vor ihm stehe. Doch lange tragen mich die Knie nicht, denn sie werden weich. Auf dem Boden zwischen seltsamen Ameisen liegend versuche ich zu begreifen, was alles geschehen ist. Plötzlich rutscht unter mir der Boden weg. Als der Staub verzogen ist, erkenne finde ich mich dort wieder, wo alles angefangen hat: Im Eröffnungsraum.
Der Stuhl im Raume gehört meinem Ur-Ur-Ur-Großvater, auf dem ich Platz nehme. Der Schreibtisch riecht nach Geschichte. Ich nehme die Dankeskarte und fülle sie aus. Adressiert an den Bauherrn, strecke ich diese nach oben aus und ein Lichtbote nimmt sie entgegen. Der Abrechnungsbogen wird von mir ebenfalls ausgefüllt, was mir nicht leicht fällt. Den Wunschzettel habe ich deshalb umso schneller voll. Das Lineal neben der Landkarte nehme ich, um den geraden Weg nach Jenseitzien zu zeichnen. „Denkst du!“, sagt eine Stimme hinter mir. Die Stimme gehörte einer dicken blauen Kugel mit Armen und Beinen. Der Kugel mache ich klar, dass sie für mich bloß ein Sprungbrett nach Jenseitzien darstellt. Deshalb steige ich drauf und fange an zu hüpfen. Nach ein paar Hüpfen habe ich den Schwung bis zum Ausgang zu hüpfen. Der Wächter steht bereit. Ebenso der Hässliche. Ihn werde ich wohl nie los.
Die Welt vor dem Schloss sehe ich plötzlich mit anderen Augen. Im Grunde ist sie die vor dem Schlossbesuch, doch irgendwie anders. Mit Bogen, Zettel und Landkarte ziehe ich los, um Jenseitzien zu finden.

Herr Eisenherz 2009

Sprecher: Herr Eisenherz und Attibaal

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4 Comments

  1. Ein sehr schöne und gelungene Teamarbeit. Herzlich willkommen zu unseren Homepage. Wir freuen uns, solche talentierte Bruder wie Ihr zu haben. Wir sind sehr gespannt auf die nächste Beitrag von euch.

  2. Melo
    01:34 on Oktober 5th, 2009

    Saglam Leute!

    Weiter so, es wird immer besser masAllah :-)

  3. admin
    23:26 on Oktober 5th, 2009

    Ein Hörgenuss, der sowohl die Phantasie anregt als auch die Zuhörer zum Denken anregt, insbesondere bei der Vielzahl der Metaphern und Gleichnisse. Ich denke, dass damit ein Einstieg in die Branche islamisches Hörspiel gelungen ist. MaschaAllah, möge der Erhabene die beiden Brüder reichlich belohnen und ihnen bei weiteren Produktionen helfen. Amin.

  4. Sehr schöner Text, wundervoll^^ Ma$ Allah