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Gott und Mensch » Blog Archive » Der Ramadan ist kein Festival!

Gott und Mensch

(Ein Projekt von VDM e.V.)

Die Religion ist mit Rücksicht für den Menschen gemacht.
Nicht Gott ist es, der Vorteile durch einen Gottesdienst zieht, sondern der
Mensch selbst. Der Mensch ist der Bedürftige und Gott Derjenige, der diesen
Bedarf stillt. Die Beziehung Allah und Mensch trägt die Gewissheit in sich, Allah
durch den Gottesdienst näher zu kommen. Das bezeichnet man als „taqwa“,
die Frömmigkeit.

Die Feststellung des Sprachwissenschaftlers Izutsu, sowie die Ansichten von
zeitgenössischen Gelehrten wie Muhammad Asad und Fazlur Rahman bringen
es nahe, diesen Begriff „taqwa“ auch als das „islamische
Verantwortungsbewusstsein“ zu begreifen.

Dies ist wie eine Himmelfahrt. Jede Himmelfahrt ist das Werk einer Erhebung,
sprich, des Anstiegs und Erreichen des Höchstmaßes. Durch Gottesdienste
betritt das Bewusstsein die Sphäre des Menschendaseins. Dieses Betreten in
jene Sphäre lässt Allah (t) nicht unbeantwortet. Dem sich Ihm so
zuwendenden Diener begegnet Er mit Seiner Macht und schenkt Ihm von
seiner Gnade.

Alles, was Allah (t) entsandte („nuzul“), ist zeitgleich als Gnade („tenezzul“) zu
verstehen. Seine Gnade gegenüber der Menschheit zeigte sich durch die
Offenbarung und Verkündung durch die Propheten. Von allen Offenbarungen ist
es der Koran, der die Vollendung seiner Botschaft bildet und damit auch die
Schrift seiner göttlichen Gnade trägt.

Das Wort „nuzul“ heißt im Arabischen „dem Gast ein ansprechendes Festessen
vorzulegen“ und überträgt man diese Bedeutung auf die Offenbarungen Seiner,
lässt es erkennen, welche Art von nuzul, sprich, Entsendung, hier gemeint ist.
Ja, die Offenbarung Allahs ist eine dem Menschen vom Himmel herab gesandte
Speise, eine pompöse Himmelstafel (s. vgl. Titel der Sure 5). Diese Tafel bietet
dem Menschen Speisen an, die sein Menschendasein nährt und zur
Weiterentwicklung verhilft. Nicht seine animalischen, die der Mensch mit den
anderen Tieren teilt, sondern seine menschlichen Bedürfnisse werden damit
gedeckt.

Die Offenbarung Allahs ist sein göttliches Projekt. Die Realisierung des
Menschen, einer Mindestverantwortung (gegenüber der Welt und gegenüber
allen Lebewesen) nachgehen zu müssen, formt in ihm eine unglaubliche
Erkenntnis, Verstand und Persönlichkeit heraus; so wie Er einst dem ersten
Empfänger seiner vollendeten Botschaft, unseren geliebten Propheten, seine
Denkweise, seinen Verstand und seinen Charakter formte.
Der Mensch kann sein Leben hier auf Erden am ehesten entfalten, wenn er sein
Dasein mit dieser Offenbarung verbindet. Um das zu begreifen, bedarf es
zunächst ein ernsthaftes und tiefgründiges Philosophieren über die Bedeutung
seiner Existenz und seiner Ziele selbst. Kann der Mensch wirklich ohne Ziel
sein? Hat etwa eine Biene, die im Durchschnitt 60-65 Tage lang lebt, ein
unglaubliches Ziel im Leben, nämlich Honig zu produzieren, und im Gegensatz
dazu der Mensch, den man als Krönung des Universums bezeichnet, gar keins?

Glaubt dieser Mensch etwa, dass er allein gelassen wurde mit all dem ihn
auszeichnenden Eigenschaften, wie die seiner Gestalt, sein Verstand, seine
Gedanken ihn ausmachen, dass er so ohne Weiteres im schönen Garten der
Welt bedenkenlos sich ausbreiten dürfe, einfach nach seinem Gutdünken diese
Welt kaputtmachen und verwüsten dürfe mit all den Möglichkeiten, die man
ihm an die Hand gab?

Dem Sinn in der Erschaffung des Menschen liegt zu Grunde, ihm „ein
angemessenes Dasein für seine Bestimmung auf Erden einzurichten“. Die
Offenbarung ist das Handbuch, der Plan des Baumeisters. Der Mensch, der sein
Dasein richtig verstehen und im vollen Umfang verwirklichen möchte, muss
sich demnach dieser göttlichen Botschaft zunächst einmal öffnen.
Was wenn nicht? Dann geht der Mensch so wie jetzt in unserem Zeitalter
einfach nur unter. Seinen Platz nehmen verlogene und maskierte Wesen ein. Es
beginnt, neben politischen und ökonomischen Krisen, die chronische
„Menschenkrise“.

Als Folgerung setzt sich statt der Wahrheit die Lüge durch, anstelle der Realität
werden falsche Bilder übertragen, Systeme werden durch Symbole verdrängt,
die Gerechtigkeit verschwindet weil die Schutzmaßnahmen gegen „die externe
Gewalt“ kränkeln, anstelle des Staates tritt nun das Ungeheuer auf, anstelle
des Volkes eine grausame Oligarchie.

Es gibt daher keinen anderen Ausweg, als den Ruf der Propheten wieder zu
beleben. Alle prophetischen Rufe riefen zum Sinn des menschlichen Daseins auf.
Diesem Ruf den Rücken zu kehren, ist die schlimmste Gräueltat und
weltumfassenste Gewissenslosigkeit, die je ein Mensch der Menschheit hätte
antun können. Und das absolute Optimum dieser Rufe bildet eben der Koran
mit seinem Ruf (an die Menschheit).

Der Monat Ramadan ist der Offenbarungsmonat vom Koran, welcher die Essenz
aller prophetischen Rufe darstellt. Dass dieser Offenbarungsmonat mit Fasten
gefeiert wird, birgt in sich eine unglaublich schöne Verbindung mit dem Ruf der
göttlichen Offenbarung. Denn das Fasten verhilft dem Mensch, seine
menschliche Seite weiter zu entwickeln und seiner tierischen Seite „Stopp“ zu
sagen. Es bereichert seinen Geist und zähmt seine Triebhaftigkeit.
Es bedarf der Belehrung des „Meisters“, um dem Sinn im Leben nachgehen zu
können, folglich auch ein entsprechendes Leben hier auf Erden zu entfalten.
Deshalb sollte der Ramadan und das Fasten so genutzt werden, dass es,
sowohl Körper und Geist erzieht, als auch Gedanken und Verstand durch die
göttliche Offenbarung belehrt. Erst dann beginnt er dem Sinn seiner Existenz
nachzugehen.

Jeder Gottesdienst in der Beziehung Allah und Mensch sind wie Briefe zu
verstehen, die Allah dem Menschen zuschickt. Auch wenn wir uns vorstellen
mögen, dass ein leerer Brief den Adressaten erreicht haben mag, so wird
dennoch der Adressat die Mitteilung darin nicht ernst nehmen brauchen.
Eben darum gleichen inhaltsleere Gottesdienste leeren Briefumschlägen. Den
Ramadan mit „Festivitäten im Freien“ zu feiern, so wie es die Osmanen gegen

Ende ihres Reiches taten und denen „Konzerte“ der heutigen Zeit gleichen, tut
dem Ramadan selbst nicht gut, ganz im Gegenteil, es ist, wie als ob man
seinen Geist getötet hat und auf seinem toten Körper ein Fest veranstaltet!
Ein noch bedenklicheres Verständnis vom Ramadan ist die Vorstellung eines
Einzelnen davon, dass dieser Monat zu einer „Diät“ korpulenter Reicher und
einem „Ernährungsmonat“ von Bedürftigen zu dienen scheine. Dass dann auch
zu fastenden Wählern Bürgermeister kommen und ihnen Schüssel und Töpfe
hinhalten, ist ein bemitleidenswerter Zustand.

Versteht man jetzt, warum wir auf das „Gebilde des Korans“ so sehr beharren?
Die oben genannten Fälle resultieren daher, dass Menschen darin verwickelt
sind, die keinen Zweifel an ihrer aufrichtigen Miene haben und „Ich bin
Muslim“, sagen, dabei es verpassen, ihr Leben nach dem Koran zu gestalten.
Egal wer Sie sind, egal was für einer Beschäftigung Sie nachgehen, vertrauen
Sie zuerst Ihre Gedanken, ihren Verstand und Ihre Persönlichkeit der göttlichen
Offenbarung an und zeichnen Sie sich damit eine Richtung. Legen Sie mit den
Händen dieser Offenbarung Ihr Fundament. Die Betrachtung der Religion, der
Welt, des Menschen, der Dinge ist von der Perspektive abhängig, von wo aus
Allah (t) „Siehe von dort!“, sagt. Ihre Art, Muslim zu sein und von Seiten Allahs
ernst genommen zu werden, ist ebenso abhängig davon.
Und dann? Dann können Sie ruhig Politiker, Ökonom, Musiker, Fußballer,
Bürgermeister, vielleicht sogar Bundeskanzler werden.

Mustafa İslamoğlu
Übersetzung durch: VDM e.V

 
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