Gott und Mensch

(Ein Projekt von VDM e.V.)

Unser Islamic Relief Mitarbeiter Hatim Schurab berichtet uns regelmäßig von der Lage in Gaza.

Donnerstag, 15.01.2009

Ich sitze in meinem Haus fest. Ich höre eine laute Explosion einige Meter entfernt. Der Beschuss wird intensiver und auch Raketen fallen.

Ich sehe Rauch, der von einem Haus hinter mir aufsteigt. Das UNRWA Hauptgebäude ist sehr nah und mein Kollege erzählt mir, dass es getroffen wurde. Eigentlich sollte ich auf der Straße sein und Hilfsgüter gemeinsam mit dem Notfallteam an Krankenhäuser in Gaza verteilen.
Read the rest of this entry »

 
icon for podpress  http://islam.podspot.de/files/20090115.mp3 [2:32m]: Play Now | Play in Popup | Download

Es ist stickig im Raum und ich schreite zum Fenster, um es zu öffnen..

Eigentlich ist dies nur ein Vorwand.

Ich möchte nur hinaus blicken..

Denn wenn ich aus dem Fenster blicke, bilde ich mir ein selbst in einer anderen Welt zu sein.

Darin einzutauchen.

Wenn man fort will, gibt es tausend Möglichkeiten davon zu träumen.

Read the rest of this entry »

I work all night, I work all day, to pay the bills I have to pay

Money, money, money
Must be funny (ABBA)

Und jeder, der es hat, der lacht,

denn Geld, das hält selbst Ümit in Schacht.

Als Gastarbeiter kam er her,

arbeitete in Deutschland kreuz und quer.

Alles hat er schon gesehen,

doch weiß er nicht, wann Hähne krähen.

Read the rest of this entry »

Unser Islamic Relief Mitarbeiter Hatim Schurab berichtet uns regelmäßig von der Lage in Gaza.

Freitag, 16.01.2009

Wir hörten, dass eine Waffenruhe beschlossen wurde, doch es geht weiter. Wir haben keinen Strom, daher benutzen wir Kerzen. Meine 11-jährige Nichte versucht wie alle anderen Kinder in Gaza, tapfer zu sein. Sie erzählte mir, sie habe keine Angst. Als ich sie fragte, wie sie sich fühlt, wenn sie die Schüsse und Bombardierungen hört, sagt sie, dass ihr kalt wird und der Lärm sie zittern lässt.

Heute konnte ich mein Haus für einige Stunden verlassen und mit dem Islamic Relief Hilfsteam 1.700 Lebensmittelpakete an Menschen in 12 Notunterkünften von Gaza-Stadt verteilen. Außerdem konnten wir 1.600 Brot- und 1.500 Lebensmittelpakete in Rafah und Chan Yunis verteilen. Die Pakete enthalten Dosen mit Fisch, Fleisch und Gemüse und können 8 Menschen für drei Wochen ernähren.

 
icon for podpress  http://islam.podspot.de/files/20090116.mp3 [1:52m]: Play Now | Play in Popup | Download

Ich sprach, doch nur leere Worte
Ich sprach, doch nur in die Leere
Ich eilte, doch nur in dir Irre
-und die Liebe ruft aus der Ferne

Leere worte waren es die aus meinen Lippen das weite suchten.
Leere worte, an denen ich zu hingen schien, zu glauben schien, zu wahren schien.
Leere worte, die ich zu füllen suchte, doch vergeblich war es und ich sprach in die Leere.

An die Leere wandte ich jedes Wort, erhob meine stimme mit jedem Wort, suchte nach Regung- nach jedem Wort.
Wie konnte es nur sein, das ich nicht entkam, aus der leere, die meine Worte zu umarmen scheint?
Wie ein Baum auf einem Hügel, einsam und verlassen mit verwelkten Blättern, an dem die sonne selten scheint. Das Leid des Herzens vergeht auch nicht an diesem Ort, und doch kann ich nicht fort.
Zu leiden, ist dies mein wesen? Wessen leid ertrag ich hier, wenn ich mir doch selbst so fremd erschein? Bin ich es nicht der die leeren Worte sprach? In die Leere, war ich es nicht der sprach?

Read the rest of this entry »

Freiheit? Bruder so nennst du deinen Traum?
Wo soll sie sein?
Ist die Freiheit die du so leidenschaftlich suchst nicht das was du bekämpfst?
Wie kann man Frei sein ohne zu wissen was sie ist?
Hast du sie je gesehen?
Doch du vertrittst sie und forderst sie für alle?
Was wenn ein Sklave glücklicher sei als jener der Freiheit ist?
wo liegt da der Unterschied?
Ist man am ende den nicht ein Sklave der Freiheit und unterwirft alle für die Freiheit?
Wie nennst du jenen der sich unterwirft um frei zu sein?
Einen Sklaven?
Dann waren wir alle Sklaven oder sehnen uns dannach Sklaven zu werden?
Doch was ist ein Sklave ? Denn das eine scheint dem andern ja nicht zu gleichen?
Der Wille, die Frage nach dem Wieso? ist das der Unterschied?
Ist das was unser Wille ist, unser eigenes Werk?
liegt es in unserem ermessen zu entscheiden was wir wollen und wie sehr wir es verlangen und danach trachten? Gibt es auf jede frage die man stellen kann eine Antwort?
“Früher oder später “höre ich dich sagen doch was ist mit all den Fragen, die im Schatten verstummen weil wir es nicht sehen können? Und wenn der schatten längst vergangen ist, so sei dir gewiss, dass dort wo kein schatten ist auch kein licht ist.
Ist all das was wir definieren und beschreiben nicht ein teil unserer einbildung?
Und wenn wir alle uns etwas einbilden, wo liegt der Maßstab ?
welche einbildung ist real und welches ein Traum?
Glaubst du immernoch das Gott eine einbildung ist und jene die ihm dienen nicht frei seien?

Von Ayon

Einsam schreite ich fort, fort vor alldem dass ich nicht versteh. Dachte ich doch einst, dass ich es könnte. Zu lernen und verstehen, aber was blieb mir zurück als nur ein Sandkorn. Ein Sandkorn das nicht dem Sandsturm standhält das tief aus meinem herzen kommt. Wo finde ich das was sie wissen nennen? Ich dachte eins das es in Büchern sei, zwischen Zeilen, nach mir rufend. Doch halte nur mein echo, und jedes buch das ich lass, führte mich in die Einsamkeit. Allein mit mir selbst und den Zeilen. Die liebe die in mir sich nach aussen dränkte mit jedem tag in der Einsamkeit, sie führte mich weit weg, weiter sogar als die Zeilen es erahnen konnten. Tränen aus trauer, einer trauer die ich nicht verstand, begleiteten mich, führten mich.
Weit weg vom klang eines jeden Wortes schritt ich weiter, umgeben von tränen, die mich mit ihrem weh klagen aus der ferne rufen. Aus einer ferne, nicht von hier, und jetzt weiß ich nicht mal ob ich es bin der diesem wehklagen folgt. Dabei dachte ich doch, ich könnte alles verstehen, aber wieso verstehe ich nicht das was aus meinem herzen, aus der Seele heraus mich zu diesem Ort leitet, den ich doch nicht einmal zu kennen scheine? Die klagen kommen aus meinem inneren, doch bin ich es nicht der klagt. Sie kommen aus meinem inneren, und doch höre ich sie aus der ferne.
Was hab ich den gelernt um zu sagen ich bin belehrt? Mich selbst kann ich nicht einmal verstehen?
Oder sollte ich sagen, ich habe mich nicht kennen“gelernt“?

Von Ayon

Ist es nicht gerade die Vernunft, die sich Allzugerne von dem, was sie erkennt, irreleiten lässt? Doch die Hoffnung, ist sie nicht unsere Liebe, die sich um ihrer selbst willen, in jeder Situation und den Umständen, die alle gegen uns zu sein schein, jedesmal aufs Neue sich selbst von neuem erschafft? Der Phönix ist es nicht leid, aus den Trümmern der Leidenschaft, in der sich die Asche der Hoffnung verbirgt, empor zu heben, und uns zu tragen. In eine Zukunft, die fern von dem Begriff des Absurdum ist. Fern von jedwedem Urteil. Denn zu richten ist das Privileg jener, die an Gerechtigkeit glauben. Diese Gerechtigkeit erfüllt unser Wesen mit Hoffnung. Und der Tag, an dem die Schuldigen gerichtet werden ist nicht fern.

Und am Ende schließt sich der Kreis, und die Vernunft wird sich beugen der Entschlossenheit, denn die Hoffnung ruht auf Gerechtigkeit.

Solange die Gerechtigkeit nicht seinen wahren Platz einnimmt, wird die Vernunft der Sklave der Unmündigen sein, die die Lügen der Ungerechten zu ehren pflegen.

Von Ayon

Gesellschaft und Medien
Medien - da um dem Menschen zu dienen
aber wie vielen Menschen?

Der Gesamtheit? Natürlich nicht..

Nur einigen. Den wirklich Wichtigen.

Dann dienen die Menschen, also die Gesamtheit der Menschen den Medien?

Nein. Im Grunde wird denen gedient, die die Medien entwerfen.

Also dienen Menschen Menschen.

Read the rest of this entry »

werke gestohlen
wahrhaftigkeit schien gelogen
lasst mich gehen
lasst mir mein herz
das wenig leben was ich noch in mir zu tragen vorgebe
das bisschen gefühl was ich noch in mir zu haben vorgebe
das stückchen aufrichtigkeit was ich an mir noch zu schätzen vorgebe
liebe, leben, leidenschaft schmerzt
genauso die leere, sehnsucht und unvollkommenheit sich nun breit macht
nicht ich weine
es ist meine seele, die weint
mein inneres, dass sich vor leidenschaft zerreißt, mir vorgibt zu gehen, zu verlassen
mein verstand ist längst verloren, von mir entfernt, entfremdet
mein herz ist leer, keine liebe, kein hass, kein gefühl, was ein zeichen von leben wäre
stille, dunkelheit, nebel…
Read the rest of this entry »