Unser Islamic Relief Mitarbeiter Hatim Schurab berichtet uns regelmäßig von der Lage in Gaza.
Freitag, 23.01.2009
Heute ging ich das erste Mal in diesem Jahr in die Moschee, um das Freitagsgebet zu verrichten.
Ich nahm viele Leute in die Arme viele von ihnen hatte ich wochenlang nicht gesehen.
Während einer Verteilung von Lebensmittelpaketen in einem Flüchtlingslager in Dschabaliya traf ich einen Vater namens Adel, der mit seiner Frau und zwei Kleinkindern dort Zuflucht gesucht hatte.
Ich fragte ihn, warum er nicht nach Hause zurückgekehrt sei. Er erzählte mir, er suchte sein Haus auf und fand es völlig zerstört vor.
Während der Unterhaltung berichtete er von seinem Leben vor den Angriffen; er war arbeitslos und arm. Adel ist einer von 1.3 Millionen Menschen in Gaza, die von internationaler Nahrungsmittelhilfe abhängig sind. Jetzt hat er kein Geld um eine Wohnung zu mieten. So wie Adel geht es tausenden Menschen im Gazastreifen.
In vielerlei Hinsicht beginnt die richtige Arbeit mit dem Wiederaufbau des Gazastreifens.
Das wahre Ausmaß der Zerstörung können wir erst jetzt begreifen, wo alle Gebiete erreichbar sind.
Die UN meinte, der Wiederaufbau wird Millionen von Dollar kosten. Hilfsorganisationen können das nicht alleine bewältigen.
Wir müssen die Menschen mit dem Nötigsten versorgen, mit Nahrungsmitteln, Wasser, Notunterkünften, Medizin und Decken. Die gesamte Welt muss helfen, Gaza wieder aufzubauen.



