Gott und Mensch

(Ein Projekt von VDM e.V.)

Schon immer war ich
ich aß, ich las, ich ging und sprach,
ich schaute um mich,
sah alles um mich,
zumindest dachte ich,
ich sähe alles,
was sollte es mehr geben?
mehr als meine welt?
die kleine welt, in der ich lebte,
es reichte,
reichte und füllte
die gesamte kapazität,
die ich aufzubringen vermochte,

selbst da fühlte ich,
es fehlt was in mir,
die sehnsucht war da,
ein riesiges loch,
ein einziges teil,
ein kleines teil,
doch mit der kraft alle anderen teile zusammenhalten zu können,

wonach hätte ich denn meine hand ausstrecken können? sollen?
wie denn, wenn ich nicht weiß, was es ist…

schlaflose nächte, endlose gedanken,
gedanken um sehnsucht, endlos schwarze löcher und verzweiflung..

dann kam die besinnung, Du füllstest die leere!
Du fülltest die leere, die sehnsucht mit Wahrheit,
Du hülltest mein herz mit dem tuch der Gewissheit!
und die kleine welt dehnte sich in mir, so endlos groß,
und endlos lang
keine hürden mehr, keine schwere,
und endlos wurde die kapazität,
keine last mehr zu groß,
niemals größer, als die sorge Dich zu verlieren
und nach all dem warten gabst du mir die freude mich vor Dich zu stellen,
fünf mal am tag
und liebe zu weinen voll wärme und frieden in mir
voll wärme und frieden in mir von Dir..

ich war einmal.. dann wurde ich..

Sebahat

One Comment

  1. Emine
    21:40 on Juni 4th, 2009

    Toll, dieser Art, Beschreibung, Gedicht…
    gefällt mir sehr. In dieser Gedicht konnte ich mich selbst finden. Eine Beschreibung der Gefühle. Diese Gefühle wurden in mir lebendig.