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Gott und Mensch » Blog Archive » Lies das Universum wie ein Buch

Gott und Mensch

(Ein Projekt von VDM e.V.)

Das Dasein ist ein zu lesendes Buch. Wenn es nicht mit diesen Augen betrachtet wird, können zwar Kenntnisse darüber gewonnen werden, aber dies ist noch keine Wissenschaft.

Das Universum wird im Arabischen „alem“ genannt, weil es Wissen thematisiert und aus derselben Wortwurzel wie „ilm“ Wissenschaft stammt. Das Universum ist das Erkennbare. Aufgrund seiner ungeheuren Vielfalt und seiner unzähligen Merkmale, die den Menschenverstand übersteigen, ist es nur Allah bekannt und dem Menschen verborgen. Diese Verborgenheit ist keine Eigenschaft des wissenschaftlich behandelten Universums. Vielmehr liegt die Quelle in der Unvollkommenheit des Menschen. Der derzeitige Stand des menschlichen Wissens erfasst nur einen Bruchteil der Welten. Alle zu erfassen, scheint auch ein unerreichbares Ziel zu sein.

Aussagen wie „achtzehntausend Welten“, „fünfzigtausend Welten“, „achtzigtausend Welten“ geben in der mündlich überlieferten islamischen Tradition keinen zahlenmäßigen Wert an. Mit diesen ist die Fülle gemeint und sie deuten auf die unendliche Vielzahl der Welten hin.

Die damit mitgeteilte Nachricht lautet: O Mensch! Der Weg zum Wissen hat kein Ende. Mit jedem Schritt erkennst du die Unendlichkeit dieses Weges. Je größer die Zahl der von dir entdeckten Welten wird, umso mehr wirst du verstehen, dass noch mehr Welten existieren als du dachtest. Durch dein erweitertes Wissen wirst du eines realisieren: dass du nichts weißt.

Die Erkenntnis seines Unwissens bedeutet für den Menschen, seine Grenzen zu kennen, sich selbst zu erkennen.

Der Wanderer auf dem Weg zur Selbsterkenntnis muss vier Bücher gleichzeitig und analog studieren:

1) Das Buch des Menschen
2) Das Buch des Universums
3) Das offenbarte Buch
4) Das Buch der Zusammenhänge aller Geschehnisse.

Um ein Paar Seiten mehr vom „Buch des Universums“ zu studieren, waren wir gestern auf dem Kazdağ (Berg- und Hügelgebiet auf der Halbinsel Çanakkale, Türkei). Um den Berg als Zeugen für unsere Existenz zu gewinnen, machten wir uns auf den Berg Sarıkız - eine der drei Spitzen des Kazdağs - um dort ein „Bezeugungsgebet“ zu verrichten.

Die kalten Gewässer, die im Hochsommer aus dem Inneren des Berges strömen, erinnern uns an einen Vers im Qur´an: „Mit (jeder) Schwierigkeit kommt (auch) Erleichterung“ Sure 94:6. Wir bezeugten aufs Neue, dass jede Anstrengung einen Segen brachte. Wir erkannten, dass der Genuss des Segens proportional zum Verdienst stand.

Auf unserem Weg begegneten uns zwei Akademiker, die den Berg auf seinen geomorphologischen Aufbau hin untersuchten. Früher fiel mir die magmatische Eigenschaft des Berges auf. Dabei zog ein wie Silber glänzender Stein meine Aufmerksamkeit auf sich, den ich in die Hand nahm und bei mir trug. Auf dem Stein war ein auffallendes Muster, das von keinem einfachen Handwerker einzugravieren war. Wir fragten die Akademiker, die unsere Meinungen bestätigten, ob sie die untersuchten Gegenstände als Objekte oder als Subjekte behandeln würden. Ich fragte noch, ob sie einen Dialog zu den untersuchten Gegenständen aufbauten. Oder sahen sie diese als Objekte, aus denen man durch Hammerschläge Informationen gewinnen konnte? Einer von ihnen hatte meine Worte verstanden. Der Andere war eher desinteressiert.

Ich bezeugte einmal mehr, dass die religiöse Erziehung nicht nur in den Sozialwissenschaften wichtig war, sondern auch in den empirischen Wissenschaften. Wenn diese Geologen wüssten, dass der Prophet sehr oft den Berg Uhud wie einen alten Freund besuchte, würden sie dann ihre Tat nicht als eine existenzielle Entdeckung sehen, statt sie als eine berufliche Forschung zu betrachten? Würde bei einer solchen Annäherung nicht jeder erreichte Befund sich in einen offenbarten Vers verwandeln?

Mein eigentliches Ziel war, die Kazdağı Tanne (Troja-Tanne) zu sehen, die nur auf dem Kazdağı zu finden war. Um sie zu sehen, mussten wir unsere Autos verlassen und eine ziemlich lange Strecke zu Fuß gehen. Schließlich fanden wir, was wir suchten. Endlich stand die Kazdağı Tanne, deren Ruhm über Jahrhunderte ging, vor uns: ein wunderschöner Baum, dessen Blätter den Rosmarinblättern sehr ähneln und dessen Äste dem Baum wie eine mehrstöckige Fontäne auf der gleichen Höhe entspringen. Einheitlich und wohl proportioniert. Ich roch an seinem Blatt. Es war leicht aromatisch und sein Geruch gleichte dem Rosmarin. Die Kazdağı Tanne verdiente ihren Ruhm. Dieser Baum, vor dem wir standen, war einer der beständigsten Bäume der Welt. Der Stamm ist feuerbeständig und unübertrefflich in seiner Glätte.

Das trojanische Pferd, das den trojanischen Sieg ermöglichte, wurde aus diesem Baum erbaut. Das ist verständlich, denn ein Teil des Kazdağı gehört zu Çanakkale, dem Ort dieses Ereignisses.

Aber was sagt man zu dem zum Sieg führenden Schachzug des Sultan Mehmed ll., dem Eroberer Konstantinopels, der eine geniale Entdeckung machte und mit Hilfe des Einsatzes dieser Bäume osmanische Kriegsschiffe und Galeonen über die Berge transportieren ließ?

Die Kazdağı Tanne wächst nicht überall auf den Bergen, die aus Fichten-, Kiefer-, Lindenblüten- und Bergahornwäldern bestehen. Sie wächst nur zwischen bestimmten Höhen und auf Anhöhen, auf denen determinierte klimatische Bedingungen herrschen. Mir wird verständlich, dass Edles nur unter gewissen Voraussetzungen entsteht. So ist Qualität nicht etwas leicht Findbares.

Nachdem wir bestimmte Höhen passieren, endet die Vegetation abrupt. Eigentlich endet sie nicht, sie wechselt. Die Bäume werden zuerst durch die Kleinsträucher ersetzt, dann durch die krautartigen Pflanzen. Auf dieser Bergkette leben 80 endemische Pflanzenarten. Einige entdecke auch ich durch mein laienhaftes Interesse. Obwohl ich selbst einige Arten anbaue, entdeckte ich eine weitere Salbeiart, die ich noch nie gesehen habe. Sie war für mich wie ein neu entdeckter Vers, gleichzeitig eine neue Zeile des Universums bzw. ein Zeichen, das Anstoß zum Nachdenken gab.

Der Genuss des „Bezeugungsgebetes“ am Gipfel des Berges war etwas Besonderes, es war anders, auch das trockene Brot, das wir aßen. Irgendwie fielen mir die Zeilen „der Erlass ist des Sultans und der Berg unser“ des Dadaloğlu ein.

Ja, die Berge waren schon immer Gott Ergebene und das sind sie noch immer.

Mustafa İslamoğlu
Übersetzung durch: VDM eV.

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