Stille Sommernacht.. Ein leises Rauschen des vorbeiziehenden Windes.. Gefühl der Gänsehaut..
Türkei 1981.. Vor uns eine weite Landschaft mit Obstgärten in der Dunkelheit im Tal der Heimat.
Der Blick reicht nur so weit wie es der Hügel in der Ferne erlaubt.
Ein kleines Mädchen sitzt auf dem strohbedeckten Dach des Plumpsklos, gefährliches Loch des Verdauten, das zu einem zweistöckigen Altbau-Landhaus auf dem diesseitigen Hügel gehört.
Ein Gefühl der Traurigkeit bedeckt sie..
Warum müssen Erwachsene so böse sein.. Warum hat meine Mutter geweint?
Allah wo bist du? Wo versteckst du dich in der Dunkelheit?
Ich will weg von hier zu Dir..
Der Ort, wo du bist, muss sehr schön sein.. Nicht so wie hier, gemein..
Ohne dich fühle ich mich sehr allein..
Mach bitte, dass ich dich finde, warum musst du in der Ferne sein..
Ferne? Sterne..!
Mit diesem Gedanken griff sie mit ihren kleinen Fingern nach dem einzigen Stern am Himmel, der zu sehen war.. Fasste ihn und zog ihn mit aller Kraft zu ihrem Herzen, und schloss ihn für immer als wertvollsten Schatz in ihr winziges Herz ein..
Nach den Sternen greifen.. Diesen Sinn würde sie erst viel später begreifen…
Von b`zi sista-e


