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Gott und Mensch » Blog Archive » Die Offenbarungsgesellschaft

Gott und Mensch

(Ein Projekt von VDM e.V.)

Zunächst stellt sich die Frage: “Fordert die Offenbarung überhaupt eine Gesellschaft?”

Zu dieser Fragestellung ist man eine positive Antwort schuldig. Wäre es aber möglich, ohne eine islamische Ausgangsposition, eine richtige Antwort darauf zu finden?

Wenn wir von folgenden vier Antworten ausgehen, wäre dies möglich:

1. Der Mensch ist ein soziales Wesen. Eine gegenteilige Behauptung wäre falsch, denn der Mensch steht in einem Abhängigkeitsverhältnis zu seinem sozialen Umfeld. Ohne dieses kann er nicht „Mensch“ bleiben. Sehen Sie, ich sage nicht, dass er “nicht leben kann” oder dass er “sein individuelles Dasein nicht fortführen kann”, sondern nur, dass er “nicht als Mensch fortbestehen kann”. Dafür gibt es viele Beispiele. Ein Mensch, der sein Leben allein im Wald verbringt, gleicht in seinem Verhalten mehr und mehr einem „Tier“ statt einem „Menschen“. Geboren als ein Lebewesen, entwickelt man sich später zu einem Menschen. Erasmus von Rotterdam meinte wohl dies, als er sagte: „Der Mensch wird nicht als Mensch geboren, sondern wird erst zu einem Menschen.“

2. Die Qualität einer Gesellschaft ist gleichzusetzen mit der Qualität ihrer einzelnen Mitglieder. Auch das ist wahr. So wie die Eigenheit einer ganzen Gesellschaft sich im Benehmen ihrer Mitglieder widerspiegelt, so steht der Einzelne repräsentativ für die Eigenheit der Gesellschaft. Folglich erkennt man im Großen das Kleine und im Kleinen das Große. Somit ist die Herzlichkeit einer Gesellschaft abhängig von der Herzlichkeit ihrer Individuen. Der Qur´an verweist hier auf ein soziologisches Gesetz: „Allah ändert nicht den Zustand eines Volkes, bis sie das ändern, was in ihnen selbst ist.“ (Sure 13, Vers 11). Es wird also gesagt: “Wenn ihr als Gesellschaft gut sein wollt, dann müsst ihr als erstes bei euch anfangen und selbst gut werden.”

3. Allah greift in das Leben ein. Es gibt Menschen, die das Gegenteil behaupten. Im Qur´an werden solche Menschen als Muschrik bezeichnet, also Menschen, die Allah etwas beigesellen. Diese Ansicht ändert aber nichts an der Tatsache, dass Allah in unser Leben eingreift. Ein Muslim kann sich kein Leben vorstellen, in das Allah nicht eingreift. Wenn er anders denken würde, wäre er kein Muslim. Der Qur´an stellt klar: „Er ist der Herr der Himmel und der Erde.“ (Sure 37, Vers 5)
4. Eine Religion möchte ihre eigene Gemeinde gründen. Aus diesem Grund fordert jede Religion ihre eigene Gemeinde. Keine Religion möchte nur in den Herzen verschlossen bleiben. Gerade der Islam, die wahre Religion, die so alt ist wie die Menschheit, fordert die Bildung einer Gemeinde. Die Aufgabe aller Gesandten war es, die Menschen zum Glauben einzuladen. Der soziale Zweck der Einladung war die Bildung einer Gemeinde.

Wenn diese vier Aussagen richtig sind, dann fordert der Islam eine Gesellschaft. Der Qur´an, die letzte Offenbarungsschrift des Islam, ist dafür der größte Beweis. In den ersten Versen treten die Befehle in Singularform auf, wie z.B. “Lies! Erhebe dich! Ermahne!”. Dies bedeutet jedoch nicht, dass die Offenbarung sich nur an ein Individuum richtet. Im Gegenteil, die qur´anische Offenbarung hat das Ziel, auch wenn die ersten Verse eine persönliche Anrede benutzen, eine Gesellschaft zu formen. Deshalb formt der Qur´an zunächst einen Prototypen, der als Beispiel für die Gesellschaft dienen soll, bevor er sich daran macht, die Gesellschaft zu formen. Der Qur´an bezeichnet dieses „Modell“ als „uswa“.

Somit dient selbst die persönliche Anrede, die der Qur´an in der Anfangsphase verwendet, der Gründung einer Gemeinde. Wie aber kann eine Gemeinschaft aufgebaut werden, ohne zuvor einen Prototypen zu formen? Selbstverständlich sollte zuerst das Modell geformt werden.

Die ersten fünf Verse der Sure Alaq sollen das „richtige Verständnis“ formen. Darin wird das Thema angesprochen, wie Wissen erworben, vervielfältigt und vermittelt werden kann. Im Westen nennt man diesen Prozess Epistemologie. Insofern lösen die ersten offenbarten Verse das epistemologische Problem des Menschen.

Folglich bedeutet dies, dass die Gesandten, deren Aufgabe es war, das richtige Verständnis vom Schöpfer, vom Sein und von der Selbsterkenntnis zu vermitteln, zunächst selbst das „richtige Verständnis“ erwerben mussten. Dies beabsichtigte die Offenbarung mit den ersten Versen. Die Sure Muzzammil hat als Ziel, das Innere des Modells (Der Prophet) zu formen. Die Sure fordert den Propheten auf, nachts aufzustehen: „Stehe in der Nacht auf!“ und „Lies den Qur´an langsam und aufmerksam, damit du ihn verstehst, fühlst und verinnerlichst!“ Die Botschaft ist eindeutig: “Wer sein Ego überwinden und zum nächtlichen Gebet aufstehen kann, der wird auch den Tag meistern”.
Die Sure Duha und auch die Sure Scharh haben als Botschaft: „Du bist nicht alleine!“ und „Die Macht, die dich unterstützt, ist so groß, dass du unbezwingbar bist, auch wenn sich die ganze Welt gegen dich zusammentun sollte. Auch ist die Botschaft enthalten: „Wir kümmern uns unmittelbar um dich.“

Nachdem der Qur´an diese Beispiel-Persönlichkeit geformt hat, benutzt er seine eigentliche Anrede. Diese Anrede, die im Qur´an etwa 100 Mal vorkommt, lautet: „O ihr, die ihr glaubt!“ Im Arabischen: „Ya ayyuhalladhina amenu!“.
Es ist ein Ausruf, und demnach gibt es also einen, der ausruft, und es gibt diejenigen, denen dieser Ausruf gilt.

Die Betonung der Wortform ayyuha liegt bei „Familie“. Der Ausruf hat also eigentlich die Bedeutung: „O ihr als Glaubensfamilie!“ Unsere Ausgangsfrage ist also zu bejahen, denn offensichtlich fordert die Offenbarung eine Gemeinschaft und wir werden als eine Familie angesehen. Dieser Ausruf kommt im Qur´an etwa hundert Mal vor und verlangt von jedem Gläubigen eine Antwort. Allah verlangt eine Antwort und redet uns mit: „O ihr, die ihr glaubt!“ an.

Wir werden als Gemeinde, als ein sozialer Organismus angesprochen. Der Ausdruck des Propheten meinte genau dies: „Die Gläubigen sind wie die Glieder eines Körpers“. Alle gemeinsam sind wir wie ein Körper oder, besser gesagt, wir sollten wie ein Körper sein.

Sind wir das?

Mustafa İslamoğlu
Übersetzung durch: VDM eV.

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