Gott und Mensch

(Ein Projekt von VDM e.V.)

In Zusammenarbeit mit Timas Verlag

 
icon for podpress  Ich kenne die schoenen Namen Allahs: Play Now | Play in Popup | Download

Ich öffne die Tür und setze mich ans Steuer. Man ist das kalt. Huhaa! Ich stecke den Schlüssel rein und drehe ihn 20 Grad nach rechts. Die Anzeigetafel leuchtet blau und die Messzeiger richten sich auf. Ich muss zu Kareem. Er braucht meine Hilfe. Seitdem er arbeitslos ist, sieht er so ziemlich alles negativ und es bahnt sich seine Depression bei ihm an.

Ich fahre meinen Wagen langsam aus der Parklücke heraus. Ich höre das Knartschen der Autoreifen auf dem unberührten Schnee, der den Parkplatz bedeckt. Alles ist so weiß. Ich fahre los. Die Autobahn ist leer, kein Wunder es ist Sonntagnacht. Keiner außer mir ist so verrückt und fährt bei diesem starken Schneefall. Die Schneeflocken sind groß. So groß, wie die Gläser einer Nickelbrille, wie die von John Lennon.

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icon for podpress  Dschunaids Reise am Rande des Jenseits: Play Now | Play in Popup | Download

“Mir vergeht das Lachen” ist genau der richtige Ausdruck für das, was ich beim Gedanken an das Feiern empfinde. Die Leichtigkeit des Feierns weckt in mir den Gedanken, dass etliche Unstimmigkeiten und Grausamkeiten auf der Welt herrschen. “Diese Gelächter bedeuten nur ein stillschweigendes Weinen”, erklärt der Dichter Seyrani. Oder wie ein anderer sufistischer Dichter, an dessen Namen ich mich nicht mehr erinnern kann, sagt:” Man glaubt, dass mich meine Freude zum Tanzen bringt. Doch kreise ich abermals um mich herum und beklage mich dabei doch nur im tiefsten Inneren bei meinem Liebsten.”

Zu solch einer Zeit ist es wahrhaftig nicht leicht, einen Artikel über das Fest zu schreiben. Das Wimmern der Worte kann leider nicht durch künstliche Lacheffekte übertönt werden. Die Zeit ändert sich, aber mein Traum von jenem Fest bleibt der gleiche.

Ich träume von einem Fest: An dem wir als ganze Menschheit, mit einer aufrechten Haltung leben. An dem unsere Freude nicht im Keim erstickt wird. An dem keine Schreckensnachrichten unsere Stimmung trüben.
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