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Gott und Mensch » Blog Archive » Eine Verantwortungsethik, um ein guter und zugleich aktiver Mensch zu werden

Gott und Mensch

(Ein Projekt von VDM e.V.)

Es ist wahr: Ein guter, aber gleichzeitig passiver Mensch ermutigt nur den schlechten, dafür aber aktiven Menschen. Das heißt also, dass durch die passiven Guten das Schlechte größeren Gewinn erzielt als das Gute. So sind sie, ohne es zu wollen, gewissermaßen ein Bonus für den Ansporn der aktiven Schlechten, denn letztendlich wird durch sie nicht so sehr das Gute, sondern eher das Schlechte vermehrt. Der beste Weg, um dem vorzubeugen, ist, den passiven Guten zu einem aktiven Guten werden zu lassen.

Die Frage ist zu stellen: Wie soll aus einem passiven Guten ein aktiver Guter werden?

Die Antwort ist denkbar kurz: Durch eine Verantwortungsethik.

Daraus folgt: Die Passivität der Guten beruht auf allzu geringem oder gänzlich fehlendem Verantwortungsbewusstsein, und dies ist eine Art von Verantwortungslosigkeit. Daher können wir den passiven Guten auch als „verantwortungslosen Guten“ bezeichnen. Wenn wir über einen guten Menschen sprechen und über ihn sagen: „Er ist ein guter Mensch, aber nur gut zu sich selbst!“, so meinen wir im Grunde: „Er ist ein guter Mensch, aber er ist verantwortungslos!“

Der Mensch kommt mit einer Verantwortung auf die Welt. Im Christentum des Apostels Paulus steht anstelle der Verantwortung die Erbsünde, und dies führte dazu, dass die Stelle einer „uneigennützigen Ethik“ von einer „berechnenden Ethik“ eingenommen wurde. Dies könnte eine Erklärung dafür sein, warum solche Übel wie Kolonialismus, Völkermord, Assimilationspolitik und das Verteufeln des Gegenübers im Abendland entstehen konnten.

Die zeitlosen Werte der Menschheit, oder anders genannt, der Islam, zeigte sich in der letzten Phase der Menschheit in der Offenbarung des Qur´ans. Ein grundlegender Begriff der qur´anischen Offenbarung ist „Taqwa“ (Gottesfurcht). Um zu verstehen, was dieser Begriff genau bedeutet, müssen wir wissen, wie die göttliche Offenbarung mit den Begriffen der Sprache umgeht, die sie benutzt.

Die qur´anische Offenbarung zeigte sich in der arabischen Sprache und bediente sich der Wörter und Begriffe dieser Sprache auf drei Arten: 1. Die ursprüngliche Bedeutung, der Inhalt eines Wortes wurde von dem Wort selbst getrennt, um das Wort mit einer neuen Bedeutung zu versehen. Die auf diese Art und Weise „behandelten“ Wörter wurden in der Regel zu feststehenden Begriffen. 2. Der Bedeutungsbereich eines Wortes wurde eingeengt oder ausgedehnt, ohne jedoch das Wort von seiner gültigen Bedeutung zu trennen. 3. Ein Wort wurde unverändert übernommen. Hierunter fallen meist die gewöhnlichen Wörter, die zu keinem Begriff geworden sind.

„Taqwa“ gehört zu den Wörtern, die die Offenbarung durch die erste oben genannte Art veränderte. Vor der Mission des Propheten hatte das Wort eine eher „körperliche“ Qualität in seiner Bedeutung und wurde mit Tugenden nicht in Zusammenhang gebracht. Es gibt sogar eine Überlieferung, in der dieses Wort im buchstäblichen Sinne verwendet wird. Der Überlieferer, ein Gefährte des Propheten, berichtet, dass sie sich auf den Kriegsschauplätzen hinter den Propheten stellten und so Zuflucht fanden und sich schützten. Dies drückte er so aus: „Ittekayna bi-rasulillah.“ (Wir suchten Schutz beim Propheten).

In der Wirklichkeit, die durch die qur´anische Offenbarung geformt wurde, nahm der Begriff „Taqwa“ einen zentralen Raum ein. In der Epoche der Dschahiliyya (die Zeit der „Unwissenheit“, d.h. die vorislamische Zeit) nahm diese Stelle der Begriff „Muruet“ (d.h. Mürüvvet, also Güte, Freude) ein. Wenn wir dem Begriff „Taqwa“ folgenden Sinn geben: „Sich vor dem schützen, wovor man sich fürchtet“, so umfassen wir nicht die volle Bedeutung dieses Begriffs. Der japanische Wissenschaftler Toshihiko Izutsu, der diesen Begriff einer semantischen Analyse unterzog, machte den Vorschlag, „Taqwa“ als „Verantwortungsbewusstsein“ zu verstehen. Einen ähnlichen Vorschlag sollte auch später Fazlur Rahman bringen. In der Türkei fand dieser Zugang zum Begriff durch den verstorbenen Muhammad Asad große Verbreitung, daher wird meist er im Zusammenhang erwähnt.

Der verstorbene Izutsu hatte nach seinen gründlichen semantischen Analysen wirklich den Kern des Begriffs erfasst. Das Wort „Taqwa“ wurde tatsächlich in der Bedeutung von „Verantwortungsbewusstsein“ verwendet.

Verantwortungsbewusstsein wem gegenüber?

Allem Sein gegenüber. Das Wissen jedoch, dass wir dem Herrscher allen Seins gegenüber, Allah gegenüber, verantwortlich sind, ist die größte Verantwortung. Eigentlich verwendete der Qur´an diesen Begriff in diesem Sinn. Sollte unser Handeln nämlich auf einer Verantwortungsethik gründen, so musste diese Ethik einen metaphysischen Bezug haben. Allah war dieser Bezug und diese Quelle. Wenn wir uns allen anderen Kreaturen gegenüber verantwortlich fühlen, so rührt dies daher, dass wir uns Allah gegenüber verantwortlich fühlen.

Der Mensch kommt als Schuldner auf die Welt, und alles, was er als seinen Besitz ansieht, eingeschlossen sein eigenes Dasein, schuldet er Allah. Dies kommt auch in den Wörtern „din“ (Religion) und „dindarlik“ (Religiosität) zum Ausdruck, die von „deyn“ (Schulden) abgeleitet sind und nichts anderes bedeuten, als das Wissen um das eigene Schuldnersein. Die Erkenntnis, dass wir Allah alles schulden, zielt nicht darauf hin, diese Schulden zu begleichen. Dies ist auch gar nicht möglich, und Er verlangt ja so etwas nicht. Was Er erwartet, ist: Sorgfalt und Pflichtgefühl gegenüber dem Anvertrauten. Dies erreichen wir dadurch, dass wir verantwortungsbewusst handeln.

Der Beginn der zweiten Sure im Qur´an: „Diese Schrift, kein Zweifel darin, ist Rechtleitung für die Gottesfürchtigen“, lehrt uns, dass die Gottesfurcht (Taqwa) den Ausgang für die Rechtleitung bildet. Nicht die Rechtleitung bildet also den Ausgangspunkt für die Gottesfurcht, sondern erst aus der Gottesfurcht entsteht die Rechtleitung.

Ich weiß, sie fragen sich: Welchen Sinn hat eine Gottesfurcht vor der Rechtleitung?

Dies entspricht eben der ethischen Haltung, dem Verantwortungsbewusstsein. Aus diesem Grund wird der Prophet angesprochen: „Du hast nicht gewusst, was die Schrift ist und nicht, was der Glaube ist.“ (Sure 42/52), um später über ihn zu verkünden: „Und du hast ja wahrlich einen großartigen Charakter.“ (Sure 68/4).

Die Anbetung, der Glaube, die Ergebenheit – diese Begriffe erhalten erst nach der Rechtleitung einen Sinn, doch „Taqwa“ beinhaltet auch die Zeit vor der Rechtleitung. So nähert sich ein Mensch durch Verantwortung dem Glauben, während Verantwortungslosigkeit ihn vom Glauben entfernen kann.

Aus genau diesem Grund reicht es nicht aus, nur ein guter Mensch zu sein, denn wenn man nicht gleichzeitig aktiv ist, so heißt dies, dass man sich der Verantwortung seines Gutseins nicht stellt.

Mustafa Islamoglu
Übersetzung durch: VDM e.V.

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